Klettgau Art - Malerei
"Sie
erwarten von mir, dass ich ihnen sage, dass ich ihnen definiere, was Kunst ist?
Wenn ich es wüsste würde ich es für mich behalten".
So antwortete Pablo Picasso auf die Frage, was denn Kunst eigentlich sei.
Kunst ist etwas Subjektives, keiner kann sagen, dass ein anderer was anderes sieht oder das gleiche sieht, wie der Künstler selbst. Kunst ist der wichtigste Knotenpunkt aller biologischen und sozialen Prozesse der Persönlichkeit in der Gesellschaft, sie ist ein Verfahren, welches den Menschen in den kritischsten und schwierigsten Minuten seines Lebens mit der Welt ins Gleichgewicht setzen kann.
Das könnten
die Ansätze gewesen sein, welche die 12 Künstlerinnen und Künstler
von „Klettgau-
Art“ dazu bewegten, mit der Malerei zu beginnen. Unterschiedlich an Lebensjahren,
den beruflichen Tätigkeiten und dem, was das Leben sonst noch so bietet
haben doch alle twas gemeinsam:die Leidenschaft, Lebensgefühle sichtbar
zu machen.
Die Mitglieder der Künstlergruppe "Klettgau Art" suchten die
Möglichkeit des Austausches. Für jeden Künstler ist es wichtig,
dass er eine Werke zeigen kann, auch für andere sichtbar werden. Zudem
möchte man sich weiter entwickeln, von Erfahrungen Gleichgesinnter orfitieren,
sich der Kritik der Betrachter stellen. Das führte vor 13 Jahren zur Bildung
von "Klettgau Art". Bei den wöchentlichen, zwanglosen Treffen
wird gemalt, diskutiert und bei einem Gläschen Wein gefachsimpelt. Nebenbei
werden einzelne Ausstellungen organisiert, man traut sich, stellt sich mit einer
gewissen, uns, den Aussteller imponierenden Zurückhaltung der Öffentlichkeit.
oooo
oooo 
Dabei werden bereits in den ersten Gesprächen die Lebensgefühle der
einzelnen Künstler für uns sichtbar. Und alleine um die geht es bei
der Kunst.
Die verwendeten
Materialien unserer Ausstellung mit "Klettgau Art" reichen von Aquarell
auf Papier über Öl bis zu Acryl auf Leinwand oder Hartfaser. Unterschiedliche
Ausbildungen, Techniken, Vorlieben, Lebensgefühle und somit auch
Stilrichtungen versprechen eine spannende Ausstellung.
Die ausstellenden Künstler von "Klettgau Art" sind:
Heinz
Binkert- Geisslingen
Gisela Haupt- Grießen
Andrea Kaiser- Grießen
Elisabeth Metzger- Grießen
Pia Metzger- Baltersweil
Susanne Minzer- Grießen
Doris Müller- Riedern a. Sand
Gisela Müller- Erzingen
Jürgen Scheel- Bechtersbohl
Barbara Schön- Geisslingen
Doris Weber- Erzingen
Edith Zölle- Erzingen
Hans Russenberger - Bildhauerei

Hans Russenberger hat sich nach 27 Jahren Tätigkeit als Realschullehrer von 1998 ab voll und ganz der Kunst gewidmet.
Die Kunstschule in Wetzikon, die Clubschule in Schaffhausen, aber auch die Scuola di Scultura in Peccia waren neben Pecs in Südungarn Stationen seiner künstlerischen Ausbildung.
Hans Russenberger über seine Arbeit und sich daraus entwickelnde Erkenntnisse:
„Leben
und Tod – weiblich und männlich, sind unabdingbare Polaritäten.
Materiell finde ich sie manifestiert in Stein und Eisen, formal erkenne ich
sie in konvex und konkav. Gelingt es mir, diese beiden Komponenten in die Balance
zu bringen, stellt sich Leichtigkeit ein. Geduld ist, was die Arbeit am Stein
fordert aber auch lehrt. Der Ort, wo etwas stattfindet, wo etwas sich befindet,
ist von großer, vielleicht auch erstrangiger Bedeutung.“
Kennengerlernt haben wir
Hans Russenberger bereits vor ein paar Jahren. In unserer unmittelbaren Nachbarschaft
installierte er seine "Schwebenden Steine". Was dort den Eindruck
von Blütenbollen, schwebend an einem stählerner Baum vermittelt, war
im chinesischen Garten in Bonndorf als Installation der "Schwebenden Steine"
in einem großen Teich zu bewundern.
.

Sehr
beeindruckt waren wir auch von seiner Bachjungfrau, die seinem Atelier gegenüber
in leichter Strömung liegt. Je nach Wasserstand ganz oder teilweise vom
Wasser bedeckt formt der Algenbewuchs die Konturen nach, bewegt die Bachjungfrau,
erweckt sie zum Leben.

In
unserer Ausstellung sehen Sie die Eingangs zitierten konvexen und konkaven Formen,
die der Arbeit von Hans Russenberger zu Grunde liegen. Gefühlte Formen,
Sinnlichkeit des Materials, die Leichtigkeit des Objekts.
Die ausgewogene Verbindung von Konkav und Konvex als vollendete Form.

Die
Presse zur Vernissage
Badische Zeitung vom 15.05.2007 - Beitrag von Frau Jutta Binner-
Schwarz
Südkurier
vom 16.05.2007 - Beitrag von Frau Edelgard Bernauer