Die Arbeit,
die tüchtige, intensive Arbeit, die einen ganz in Anspruch nimmt mit Hirn
und Nerven, ist doch der größte Genuß im Leben.
Rosa von Luxemburg
Dieses Motto könnte man dem aus Zürich stammenden Künstler zuordnen,
hat man erst einmal Ausschnitte aus seinem Schaffen gesehen und erlebt.
Der Werke des Malers und Bildhauers spiegeln in selten deutlicher Art und Weise
wider, dass Arbeit und Genuss durchaus einen bezug haben können.
Künstlerisches Schaffen auf die Basis einer handwerklichen Ausbildung zu stellen ist nicht unbedingt eine neue Idee. Betrachtet man die filigrane Linienführung der von Peter Baumgartner geschaffenen Marmorskulpturen kann man erkennen, dass es sich nicht nur um perfektes Handwerk handelt. Es ist die Liebe zum Stein, eine Mischung aus Tradition und Vision aber auch Geduld und Disziplin, mit welcher Peter Baumgartner ans Werk geht.
Einen Ausgleich zum Stein scheint für ihn das Arbeiten mit Holz zu bilden. Spontan und beinahe übermütig, fast ungeduldig. In diesem Spannungsfeld scheint für Peter Baumgartner eines sehr wichtig: Achtung und Respekt im Dialog mit dem gewachsenen Rohmaterial und: die Auseinandersetzung mit dem Widerstand.
Nach der Ausbildung zum Steinmetz folgte das Studium der Malerei an der Reichsakademie für bildende Künste in Amsterdam. Auch seine Bilder zeigen die ständige Auseinandersetzung mit seiner künstlerischen Wahrnehmung. Kräftige Farben emotional abstrakt oder figurativ, mit geschärftem Blick wahrnehmend.
Spannend
ist das bisherige Gesamtwerk: Peter Baumgartner lässt sich nicht festlegen.
Sind seine Arbeiten in Stein zu sehr handwerklich ausgelegt? Stein zu bearbeiten
hat nunmahl die Grundlage des Könnens!
Sind seine Bilder zu unterschiedlich in Form und Stil?
Kritiker seiner Arbeiten könnten auf den Gedanken kommen, dass Peter Baumgartner
seinen Weg noch nicht gefunden hat. Wir sind keine Kunstkritiker, haben nicht
deren Betrachtungsweise. Aber es könnte durchaus möglich sein, dass
dem so ist. Andererseits braucht es einen Weg, warum soll man diesen nicht erkennen
können. Muss sich ein Künstler festlegen , oder ist es nicht vielmehr
der Moment, der sich in einer Arbeit darstellt. Dieser Moment kann heute sein,
gestern oder übermorgen.
Kunst bedeutet für Peter Baumgartnerh die Freiheit, Inneres nach außen zu tragen, Emotionen zu leben. Und das macht unsere Ausstellung mit seinen Werken mehr als interessant.
Der Künstler
lebt und arbeitet in Zürich.
Eine
kleine Auswahl der Werke ausgestellten Werke